Karlsson vom Dach – 24. und 25. April 2010

Motoristen-Action

Der schon längst ersehnte Bericht von „Baumeister Bob“ Richie über die Motorschirmschulung ist da – merci!

Bereits seit einiger Zeit beschäftigt Ludwig das Thema Motorparagleiten, sprich ähnlich wie „Karlsson vom Dach“ mit einem Motor am Rücken und unserem Gleitschirm über dem Kopf durch die Lüfte fliegen. Am 24. April 2010 war es dann soweit.Ludwig, Richard und Sigi fahren ins Murtal nach Scheifling zu Hans Moitzivon der Flugschule Aufwind um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Nach einem herzlichem Empfang von Gudrun, Hans und deren Sohn wird nicht lang herumgefackelt und nach kurzer theoretischer Einschulung am Gerät hat Ludwig den Motor auch schon am Buckel. Hans hilft beim ersten Startversuch noch mit und nach wenigen Schritten ist Ludwig auch schon in der Luft. Nach und nach tun Sigi und ich es ihm gleich. Ein tolles Gefühl.
Das um und auf ist der Start. Dieser gestaltet sich insofern schwieriger als der Bergstart, weil durch den schweren Motor am Rücken das Feedback vom Schirm nicht so gut spürbar ist. Vor allem bei Nullwind bedeutet dies, 20 bis 30 m mit zusätzlich durchschnittlich 25kg mehr am Buckel zu laufen. Jeder Startabbruch kostet viel Kraft und das Auslegen des Gleitschirms ohne Helfer ist auch mühsamer als am Berg. Dafür entlohnt wie immer bei unserem Hobby der Flug. Beim Motorparagleiten ist vor allem das konstante Fliegen in geringem Abstand zum Boden interessant und die Möglichkeit genau zu bestimmen wo die Reise hingehen soll. Was hingegen keinen Spaß macht ist in unruhiger Luft bzw. Thermik zu fliegen. Durch das erhöhte Fluggewicht sind Pendelbewegungen stärker und recht unangenehm. Die Landung ist nicht anders als beim Bergflug nur das man hierbei auch die Möglichkeit des „Durchstartens“ hat, sollte der geplante Landeplatz sich kurzfristig doch als ungeeignet erweisen.
Mein Resume: keine Alternative, aber eine tolle Ergänzung zum Bergfliegen.

Karlsson vom Dach
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